Zwei Länder, ein Erzgebirge – und darin steckt weit mehr als nur eine schöne Überschrift. Zwischen Sachsen und Böhmen liegt eine Kulturlandschaft mit Geschichte, Handwerk und einem gemeinsamen Erbe, das sich nicht an Grenzschilder hält. Seit den 1990er Jahren hat sich schon viel getan: Die Grenze ist offen, Wege sind kürzer geworden.

Und doch: Gerade im Alltag, in Vereinen und bei Begegnungen vor Ort liegt eine große Chance für noch mehr gemeinsames Miteinander. Während andere Grenzregionen wie SaarLorLux längst zeigen, wie eng Verflechtung funktionieren kann, wirkt das Erzgebirge hier und da noch etwas zurückhaltend.

Trauen wir uns also zu, das Erzgebirge neu zu denken. Nicht als „letzter Zipfel“ vor einer Staatsgrenze, sondern als Naht, die verbindet. Sachsen und Böhmen sind keine Gegensätze, sondern zwei Seiten desselben Erzgebirges. Wenn das gelingt, entsteht mehr als Zusammenarbeit – nämlich eine moderne Region, die zeigt, wie vielfältig, lebendig und überraschend grenzüberschreitend Heimat sein kann.

Und vielleicht beginnt genau das mit einer einfachen Frage: Wer macht mit? Mein Postfach ist jedenfalls offen.


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